Donnerstag, 8. März 2018

Wilhelm Furtwängler - Der bedeutendste Dirigent seiner Zeit

Die "Ära Furtwängler" und die "Ära Karajan" 
- Wären sie nicht geeigneter zur Benennung der Epocheneinteilungen des 20. Jahrhunderts?

Das politische Geschehen des 20. Jahrhunderts war voller Abgründe und Ekelhaftigkeiten. Doch parallel dazu hat sich bis heute eine große Höhe der Geistigkeit und Kultur erhalten. Eigentlich ist dieser Umstand kaum verständlich. Auf der einen Seite eine solche Verworrenheit, eine solche Unzahl an Verbrechen an den Völkern und Kulturen - und auf der anderen Seite schwingt sich das Kulturleben - geradezu mühelos - immer wieder zu höchsten Höhen hinauf. Dieser Umstand wirft Fragen auf, viele Fragen.

Eine der ersten könnte lauten: Warum eigentlich sprechen wir hinsichtlich des Zwanzigsten Jahrhunderts zuerst von dem Jahrhundert einiger "bedeutender" Unheilsgestalten der Geschichte, von einem Jahrhundert Stalins, Hitlers, Churchills oder Roosevelts? Warum sprechen wir nicht lieber - zum Beispiel - - - - von einem Jahrhundert Wilhelm Furtwänglers, von einem Jahrhundert Herbert von Karajans? Muß man - in letzter Instanz - eine solche Art der Kennzeichnung nicht für viel angemessener halten? Denken wir - sagen wir: bei der Eiszeit zuerst an die vielen Grausamkeiten, die zwischen Menschen vorkamen - oder an die Höhlenmalereien und Elfenbeinschnitzereien? Denken wir bei der antik-griechischen Kultur zuerst an die vielen Grausamkeiten - oder an die Bildwerke und Bauwerke, die wir bis heute bewundern? Denken wir beim Mittelalter an die vielen Grausamkeiten und unbarmherzigen Tyrannen - - - oder nicht doch zuerst an die großen Dome und Kathedralen?


Abb. 1: Wilhelm Furtwängler - (Wohl) Nachträglich kolorierte Aufnahme

Und war es nicht gerade das sehr bewußte - oder unbewußte - Ziel aller Geschichtegestaltung des 20. Jahrhunderts, uns von der Kultur der letzten Jahrtausende zu trennen? Ist es denn gelungen? Nein, mühelos schwingt sich das Gottlied der Kultur über die Zeiten hinaus und bringt uns in Sphären würdigen Menschseins. Auch heute noch. Und so wollen wir heute den Blick einmal auf Wilhelm Furtwängler richten, einen der bedeutenden Dirigenten des 20. Jahrhunderts.

Wilhelm Furtwängler (1886-1954) (Wikiengl) muß seine Zeitgenossen beeindruckt haben in einem Ausmaß wie man es sich heute wohl kaum noch vorstellen kann. Nur wenn auch heutige Musikexperten (1) und zahllose Dirigenten heutiger Zeit oder in der Zeit nach Wilhelm Furtwängler über Wilhelm Furtwängler sprechen, gewinnt man einen Eindruck davon. Für die meisten Dirigenten seit Wilhelm Furtwängler ist er das große Vorbild. Auch Herbert von Karajan hat sich ihn als das große Vorbild gewählt (neben Toscanini). Vielleicht kann eine - sicherlich - nachträglich kolorierte Fotografie Furtwänglers etwas von dem Faszinierenden der Persönlichkeit Furtwänglers einfangen (Abb. 1).

Viele Möglichkeiten gibt es, sich über Leben und Persönlichkeit von Wilhelm Furtwängler kundig zu machen. Auf Wikipedia, Youtube und in ("Offline-")Bibliotheken (1-34). Ein erster Eindruck ist, daß zumindest gegenwärtig auf Wikipedia eine Annäherung an das Leben von Wilhelm Furtwängler über das englischsprachige Wikipedia viel leichter und differenzierter möglich ist als über das deutschsprachige. Insbesondere auf dieses englischsprachige wird im folgenden deshalb auch häufig Bezug genommen. Zumal der hier vorgelegte Beitrag bis auf weiteres ganz ohne Besuch von Offline-Bibliotheken verfaßt worden ist. (Letzteres wäre aber dringend notwendig zur Klärung vieler weiterer Fragen.)

In einer schon älteren Film-Dokumentation (die derzeit leider nur auf Englisch verfügbar zu sein scheint) (4) wird eine erste respektvolle Begegnung mit seinem Leben ermöglicht. Man gewinnt insbesondere einen Eindruck von den Jugendjahren Furtwänglers, von einem Aufenthalt in Griechenland als junger Mensch, als er seinen Vater zu einer Ausgrabung nach Ägina begleitete. Es wird von seinen Gefühlen berichtet, die er damals in Briefen an seine Verlobte zum Ausdruck brachte. Furtwänglers langjährige Privatsekretärin Berta Geissmar (Wiki, engl) schrieb 1944 über Furtwänglers Jugend (11; zit. n. engl. Wikipedia; eigene Übersetzung):

Furwängler wurde im Skifahren so gut, daß er fast Spitzen-Fähigkeiten darin erreichte. .... Fast jeder Sport zog ihn an: Er liebte Tennis, Segeln, Schwimmen .... Er war ein guter Reiter.

Im Internet findet sich eine Fotografie, auf der Furtwängler Anfang der 1930er Jahre hoch zu Pferde zu einer Orchesterprobe in Bayreuth ritt. Es wird auch berichtet von seiner Liebe zum Bergsteigen und zum Klettern. Nach dem Namen seines Bruders ist sogar ein Berggipfel benannt. Denn dieser hat aus dem Bergsteigen einen Beruf gemacht. All solche Dinge erscheinen einem doch wichtig, wenn man Furtwängler sonst in Bild- und Tondokumenten immer nur als älteren, "würdigen" Dirigenten wahrnehmen kann.

1900 bis 1907 - Furtwänglers erste große Liebe

Die erste große Liebe eines Lebens - sie kann einen hellen, weiten Glanz werfen auf das ganze übrige Leben. Mag das übrige Leben in Elend und Würdelosigkeit verbracht werden, dieser erste große, helle Schein wird immer weiter leuchten. Er wird leuchten, leuchten, leuchten.

Abb. 2: Bertele von Hildebrand

Eine solche Liebe jedenfalls scheint Wilhelm Furtwängler vergönnt gewesen zu sein. Er und seine Geschwister waren in guter Freundschaft verbunden mit den Kindern des Bildhauers Adolf von Hildebrand (1847-1921) (Wiki, engl). Man musizierte gemeinsam, man unternahm gemeinsame Bergtouren. Und eine der Töchter der Hildebrands war Bertele von Hildebrand. Wilhelm und Bertele lernten sich im Jahr 1900 kennen. Furtwängler war damals 15 Jahre alt. Schon ein Jahr später verlobten sich beide. Sie blieben fünf Jahre miteinander verlobt bis zu Furtwänglers 20. Lebensjahr. Es scheint sich für beiden um ein sehr frühreifes Erleben gehandelt zu haben. Sie bezeichneten beide die Verlobung später als Ehe. 1909 heiratete Bertele den Komponisten Walter Braunfels (1882-1954) (Wiki) (33). Es wird berichtet, was Bertele nach dem Tod beider Männer über ihre Beziehung zu Furtwängler erzählte (34, S. 32):

Die Beziehungen zwischen Wilhelm Furtwängler und Walter Braunfels blieben zeitlebens davon überschattet, daß der Komponist Bertele von Hildebrand geheiratet hatte, die mit Wilhelm Furtwängler verlobt gewesen war. Drei Jahre nach beider Tod schilderte Bertele Braunfels die entscheidende Begegnung mit dem gleichaltrigen „Willy“ im Dezember 1900: „den jungen Furtwängler sah ich erst wieder, als er vierzehn Jahre alt war. ... Er war vollkommen ausgewachsen (wurde da auch gleich 15 Jahre alt), sehr schlank und groß; blondes wild gelocktes Haar; sehr starke Augenbrauen über seinen feurigen, schönen, ausdrucksvollen Augen. ..... Er hatte etwas Sieghaftes und machte mir gleich einen riesen Eindruck. ... Im darauffolgenden Winter verlobten wir uns. ... Wir glichen Zweien, die tief verbunden in großer Liebe durch Länder ziehen. Nicht versunken ineinander, sondern in die Herrlichkeit, die uns aufging und uns umgab, und das Hauptland war die Musik, durch das er mich führte. Nach fünf Jahren fühlten wir „die Qualen der langen Verlobung, waren längst reif zu heiraten, aber viel zu jung. ... Er schrieb auch viel weniger, kam dann zu Weihnachten auf ein paar Tage und löste selbst die Verlobung auf. ... Plötzlich wachte er dann auf und das war furchtbar. ... Er schrieb mir: All das vom Fortgehen ist ja falsch, ich will dich wiedersehen so bald wie möglich, ich laß mir meine Hoffnung nicht nehmen.“ Furtwänglers Werben blieb jedoch vergeblich, Bertele von Hildebrand hatte sich inzwischen Walter Braunfels zugewandt, den sie 1909 heiratete. Die Briefe, die Willy und Bertele während ihrer Verlobungszeit gewechselt hatten - sie bezeichneten sie im Rückblick als Ehe - bewahrten sie beide auf.

Es scheint: Wer einmal im Leben so starke, nach innen gekehrte und gerichtete Liebe erlebt hat und wer zugleich manche geniale Begabung in sich trägt, der ist nicht mehr so leicht moralisch oder künstlerisch herunter zu ziehen, dessen schöpferische Kräfte können sich leicht und frei entfalten. 

Es scheint: Eine große Liebe kann durch ein ganzes Leben tragen*). 1907, als Furtwängler 21 Jahre alt war, starb sein Vater. Furtwängler mußte nun selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen. Er tat dies durch Dirigieren.

In einer ganz begeisternden Radiodokumentation des BBC aus dem Jahr 1964 (3), veröffentlicht zehn Jahre nach dem Tod Furtwänglers, erhält man einen geradezu hinreißenden Zugang zu dem Musizieren Furtwänglers. Zu dieser Zeit zitterte sozusagen die Erinnerung an Furtwänglers Musizieren noch nach in der Musikwelt weltweit. Es kommt dieser Umstand in vielen gebrachten Interviews zum Ausdruck. Um sich in die englische Sprache dieser Sendung hinein zu hören, macht es Sinn - und es lohnt sich - einzelne Passagen der Sendung zwei mal zu hören.

Als Furtwängler 1921 in Hannover die 8. Sinfonie Bruckners dirigierte (3)(5'03ff), sagte der Orchesterleiter einen Tag nach dem Konzert zu seinem Schüler: "Ja, es war ein wundervolles, wundervolles Konzert, aber er holt die Seele aus einem heraus, deshalb kann man so etwas höchstens zwei mal im Monat machen, es wäre sonst zu harte Arbeit für uns." Es waren seine Aufführungen der Bruckner-Sinfonien, mit denen Furtwängler früh zu Ansehen kam.

Insbesondere die Wiedergabe des Cembalo-, bzw. Klaviersolos des Brandenburgischen Konzerts Nr. 5 von Johann Sebastian Bach, gespielt von Furtwängler selbst, zieht einen unmittelbar in Bann (3) (etwa 11'00). Auch das, was Berthold Goldschmidt, Hans Keller und Daniel Barenboim über Furtwänglers Bach-Interpretation sagen, ist sehr interessant (3) (10'25-16'32):

Die Kritik mochte Furtwänglers Bach nicht, obwohl sie den enormen Erfolg seiner Aufführung der Brandenburgischen Konzerte anerkannte. Bei der nächsten Probe sagte Furtwängler dazu: "Zu viele Menschen denken, daß wenn sie von der Musik von Bach nicht gelangweilt sind, sie nicht im richtigen Stil gespielt worden ist."

Auch die gebrachte Interpretation einer Bruckner-Sinfonie, zu der womöglich ansonsten nicht jeder leicht Zugang finden würde, spricht unmittelbar an. Ab 44'33 erzählt eine Tochter - offenbar eines Fahrers oder Hausmeisters von Furtwängler über diesen (3) (44'33):

Ich erinnere mich immer an seine Kraft sich zu konzentrieren, die etwas wirklich sehr Außerordentliches war. Seine Art, in der er aus dem gewöhnlichen, alltäglichen Leben heraus und hinüber wechseln konnte zu seinem eigenen Leben. Zum Beispiel konnte er eine halbe Stunde vor dem Beginn seines Konzerts beim Essen sitzen und wenn mein Vater kam und sagte: "Sie müssen jetzt kommen, der Wagen steht schon draußen", dann konnte er sagen: "Oh, ... warten Sie einen Moment, ich möchte ein kleines Nickerchen machen." Und auf seinem Stuhl sitzend schlief er für fünf Minuten ein. Und als er wieder aufwachte, war er in einer völlig anderen Welt. Man konnte ihn immer noch ansprechen und er antwortete auf die Fragen. Aber irgendwie war er weit weg.

Er konnte zwei Stunden im Garten sitzen und ganz ohne Partitur vor einem imaginären Orchester dirigieren, ohne sich um die Kinder zu kümmern, die um ihn herum spielten. So erzählt diese Tochter des Fahrers, die damals selbst im Garten spielte.

Wilhelm Furtwängler und die Frauen

Furtwängler hatte eine langjährige Privatsekretärin, mit der er auch lange Telefonate führte, die später von der Gestapo abgehört wurden, und womit ihn die Nationalsozialisten dann zu erpressen versuchten.

Sie berichtet über Furtwänglers sehr besonderes Verhältnis zu Frauen (zit. n. Wiki):

Er war ein Genie, zusammengesetzt aus intellektueller Direktheit und fast exzessiver Schüchternheit. Seine Ängstlichkeit machte ihn bei jedem gesellschaftlichen Anlaß geradezu unsichtbar. Aber er übte eine so große Anziehungskraft auf Frauen aus, daß sie, wenn sie schon nicht seinem musikalischen Genie zum Opfer fielen, von seiner Persönlichkeit selbst stark eingenommen wurden.
A "genius compounded of intellectual directness and an almost excessive shyness: whose timidity made him efface himself in any gathering, but who had such a great attraction for women that, if they did not fall victim to his musical genius, [they] were fascinated by his personality."

Und von solchen Frauen scheint es unglaublich viele gegeben zu haben. Seine zweite Ehefrau spricht von einem ganzen "Damenwald", der hinter Furtwängler gestanden habe, als sie ihn 1940 kennenlernte (7). Indem man sich diese Frauenbekanntschaften ansieht, bekommt man zugleich auch einen guten Einblick in das deutsche Kulturbürgertum der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Denn diese Frauen stammten mehrmals aus recht bekannten Familien. Im Internet findet man dazu aber einstweilen nur bruchstückhafte Ausschnitte. Das folgende wird also künftig - nach Bibliotheksbesuch - noch zu ergänzen sein.

Furtwängler hatte zwei Söhne und vier Töchter: Wilhelm (Geburtsjahr nicht bekannt), Dagmar (geb. 1920), Friederike (geb. 1921), Iva (geb. 1922), Almut (geb. 1934) und Andreas, sein letztes Kind. Jedes dieser Kinder hatte wohl eine andere Mutter. Furtwängler lebte ganz eindeutig nach seinem eigenen Zuschnitt, er hielt sich an keine Konvention und keine gutbürgerliche "Moral".

Seit 1911 kannte Furtwängler die Schauspielerin Elisabeth Huch (1883-1956), eine Tochter der deutschen Schriftstellerin Marie Huch (1853-1934) (Wiki). (Diese wiederum war Tochter des deutschen Schriftstellers Friedrich Gerstäcker (1816-1872) (Wiki), eines zu seinen Zeiten sehr bekannten und viel gelesenen Reiseschriftstellers. Er schrieb im etwas "gefühlvollen" Stil der damaligen Zeit.) Furtwängler wollte Elisabeth Huch heiraten. Aber da sie zwei Jahre älter war als er, wollte sie darauf nicht eingehen. Und das, obwohl er zeitlebens für sie die große Liebe ihres Lebens blieb. So berichtet es ihre gemeinsame Tochter Friederike Huch (spätere verheiratete Kunz) 2010 (8). Als sie ihn später dann doch heiraten wollte, so erzählt die Tochter weiter,

war er berühmt geworden und hatte unendlich viele Erlebnisse.

Gemeint ist: mit Frauen. Aus diesen Frauenbekanntschaften, -affären und aus den Beziehungen mit diesen gingen dann die schon genannten uneheliche Kinder hervor. 1920 wurde (offenbar) Furtwänglers uneheliche Tochter Dagmar Bella geboren (MyHeritage), die spätere Pianistin Dagmar Bella-Sturli (1920-1999). Diese gab (offenbar) mit ihrem Vater auch Konzerte (s. Google Gruppen). Und es gab außerdem auch noch den unehelichen Sohn Wilhelm "Willi" Furtwängler.

Abb. 4: Furtwängler, 1920er Jahre

1921 wurde die schon genannte Tochter Friederike Huch in München geboren. Sie ist Anfang der 1940er Jahre Schauspielerin geworden und wurde nach dem Krieg Mutter von sieben Kindern. In einem Interview des Jahres 2010 blickt sie sehr gelassen auf ein rundum erfülltes Leben zurück. Sie sagt überraschenderweise, daß sie ein ausgesprochenes Wunschkind ihrer Mutter gewesen war (8). Ähnliches berichtet auch die zweite Ehefrau Furtwänglers, Elisabeth, über andere uneheliche Kinder Furtwänglers (n. Shirakawa):

Die Frauen, von denen er Kinder hatte, waren alle über dreißig und sie wußten alle sehr genau, was sie taten - Sie verstehen, was ich meine. Wilhelm aber hatte niemals im geringsten die Absicht, sie zu heiraten, auch wenn er mit ihnen immer in gutem Einvernehmen blieb.

Eine seiner Geliebten war eine Frau Hutchinson, die 1922 die gemeinsame Tochter Iva Hutchinson auf die Welt brachte. Er hatte offenbar mit Mutter und Tochter noch bis 1935 einen gemeinsamen Haushalt. Sie lebten in München. 1935 aber kam es aber (offenbar) zu einer Trennung. Die Beziehung hatte unter den langen Zeiten der Abwesenheit Furtwänglers gelitten. Eine Bekannte war bei einem Gespräch beider miteinander anwesend und schrieb anschließend in einem Privatbrief (GB):

Da er die Frau zu lange allein ließ, ist nun vieles schwierig geworden. (...) Darum reist er ab.

Verstanden war dies von ihr so, daß Furtwängler um der Trennung von dieser Frau willen 1935 die ihm angebotene Stelle in New York annehmen wollte, die er dann doch nicht annahm, was auch viele politische Gründe und Folgen hatte.

... Zita Lund, Irmgard Schwab ...

Am 22. Mai 1923 heiratete Furtwängler die gleichaltrige Dänin Zitla Lund, eine außerordentlich schöne Frau, die er erst drei Monate zuvor kennen gelernt hatte. Zitla Lund war zum Zeitpunkt des Kennenlernens in zweiter Ehe mit einem Millionär verheiratet gewesen. Aber Furtwänglers außerordentlicher Charme scheint ausgereicht zu haben dafür, daß sie sich sofort scheiden ließ, um Furtwängler zu heiraten. Elisabeth Furtwängler erzählte dem Furtwängler-Biographen Shirakawa, daß Zitla ihr einmal gesagt habe, daß sie so wohlhabend geblieben wäre, wenn sie mit ihrem zweiten Ehemann zusammen geblieben wäre, und daß sie sich wundern muß, warum sie ihn für Furtwängler verlassen habe. (Die zweite Ehefrau Wilhelm Furtwänglers macht in vielen ihrer Äußerungen einen gefühlsmäßig außerordentlich "nüchternen", ja, unbeseelten Eindruck, so daß man sich wundern muß, daß Furtwängler mit ihr sein letztes Lebensjahrzehnt verheiratet war. Das Interview mit ihr muß nicht unbedingt den besten Eindruck von Furtwängler selbst und auch von ihr geben. Auch in den eben getätigten Ausführungen hebt sie außerordentlich materielle Motive für das Bedauern darüber hervor, sich haben scheiden zu lassen um eines anderen Mannes willen.) Die Anziehung zwischen Zitla Lund und Wilhelm Furtwängler scheint nicht von langer Dauer gewesen zu sein, beide scheinen schon ziemlich bald nach der Hochzeit andere Beziehungen eingegangen zu sein. - Die Schauspielerin Irmgard (Irme oder Irma) Schwab (1905-1995) (MyHeritage) (GB) stammte aus Weil der Stadt und wurde dort (nach freundlichen Auskünften von W. Schütz, Stadtmuseum Weil der Stadt)

1905 als Tochter des praktischen Arztes Dr. med. Ernst Schwab (*23.10.1863 in Öhrringen, † 11.9.1907 in Weil der Stadt) und seiner  Ehefrau Agnes, geb. Schöninger (Tochter des Ochsenwirts August Schöninger  in Weil der Stadt) geboren. Sie lebte in der Nachkriegszeit in Weil der Stadt, später in München.

1934 hat sie die gemeinsame Tochter Almut bekommen, spätere verheiratete Hahn. In der Ausgabe der Furtwängler-Briefe aus dem Jahr 1965 sind auch Briefe an seine Tochter Almut enthalten. Es ist auch in den Briefen von ihr die Rede (GB). Bis 1941 hatte er fünf bekannte uneheliche Kinder. Manche Autoren vermuteten, daß es noch weitere uneheliche Kinder gab, die bislang nicht bekannt wurden. (Wenn jetzt Menschen - wie der Autor dieser Zeilen - ihre Gene sequenzieren lassen, könnte sich womöglich noch mancher weitere Nachkommen Furtwänglers feststellen lassen.)






Die einzelnen Stationen der beruflichen Karriere Furtwänglers sind nicht Gegenstand des vorliegenden Beitrages. Auch nicht die vielen überlieferten Tonaufnahmen von Konzerten, die Furtwängler gegeben hat. Von diesen kann man sich ja auf Youtube heute leicht einen Eindruck verschaffen.

1933 - Für Furtwängler sind die Nationalsozialisten eine "Schweinerei"

Worauf aber noch eingegangen werden soll: Kraftvoll setzte sich Furtwängler 1933 und danach für deutsches Kulturbewußtsein ein. Es ist eine helle Freude, Furtwängler zu erleben, wie geradezu "saftig" er es den Nationalsozialisten wieder und wieder "gab". Und es ist hochgradig bedauerlich, daß so viele Verehrer Furtwänglers im In- und Ausland sich darüber noch heute oft so wenig zu freuen scheinen. Und zwar nur deshalb, weil Furtwängler in späteren Jahren des Dritten Reiches - gegen seine eigenen Prinzipien - zwei oder drei Konzerte mit eindeutigerem politischen Bezug gegeben hat. Meines Erachtens fällt das kaum ins Gewicht, wenn man sieht, mit welcher lebendigen Freudigkeit der Furtwängler die Nationalsozialisten aus tiefster Seele verachtet und gehaßt hat und wie er auch - zumindest in den Anfangsjahren - dabei aus seinem Herzen nie eine Mördergrube gemacht hat.

Im deutschen Musikleben geschah damals das gleiche wie im wissenschaftlichen Leben, etwa in der Physik und Naturwissenschaft: Hervorragende Wissenschaftler jüdischer Herkunft verloren ebenso ihre Stellen wie hervorragende Künstler einer solchen Herkunft. Furtwängler war nun jene Person, die an der Spitze des deutschen Musiklebens stand. Und dieser Stellung ist er vollkommen gerecht geworden. Anfang Mai 1933 schrieb er an Joseph Goebbels ein sehr, sehr schönes Schreiben, aus dem nur die folgenden Kernsätze gebracht werden sollen. Der Kampf der Nationalsozialisten gegen die Verflachung des Kulturlebens wurde von Furtwängler begrüßt. Aber, so schrieb er weiter: 

Wenn dieser Kampf sich auch gegen wirkliche Künstler richtet, ist das nicht im Interesse des Kulturlebens. Schon weil Künstler, wo es auch sei, viel zu rar sind, als daß irgendein Land sich leisten könnte, ohne kulturelle Einbuße auf ihr Wirken zu verzichten. Es muß deshalb klar ausgesprochen werden, daß Männer wie Walter, Klemperer, Reinhardt usw. auch in Zukunft in Deutschland mit ihrer Kunst zu Worte kommen müssen. Deshalb noch einmal: Unser Kampf gelte dem wurzellosen, zersetzenden, verflachend destruktiven Geiste, nicht aber dem wirklichen Künstler, der in seiner Art immer, wie man seine Kunst auch einschätzen möge, ein gestaltender ist und als solcher aufbauend wirkt. 
Das sind herzerfrischende Worte. Man möchte jedes dieser Worte drei und vier mal unterstreichen. Er notierte sich im Juni 1933 in Vorbereitung auf ein persönliches Gespräch mit Joseoph Goebbels (zit. n. Wiki): 
Die jüdische Frage in der Sphäre der Musik: eine Rasse brillanter Leute! 
(Rückübersetzt von: "The Jewish question in musical spheres: a race of brilliant people!")
Auch diesen Satz möchte man doch drei oder vier mal unterstreichen und kann sich an ihm nur freuen. Es ist klar, daß er damit die Nationalsozialisten massiv anging. 1934 nannte Furtwängler Hitler öffentlich einen "Feind der Menschheit" und die politische Situation in Deutschland eine "Schweinerei". Wie denn hätte man sich noch deutlicher äußern können? Im September 1935 berichtete der Bariton Oskar Jölli, ein Mitglied der NSDAP, an die Gestapo, daß Furtwängler gesagt hätte (zit. n. Wiki):
Die an der Macht sollten alle erschossen werden, es wird sich nichts ändern, so lange das nicht geschehen ist.

Was für heftige Worte. Sie sind einem Rechtsstaat nicht angemessen. Erich Ludendorff zum Beispiel hat zu gleicher Zeit in Gesprächen mit der Wehrmachtführung gefordert, sie sollten vor Gericht gestellt werden. Das hätte auch reichen können. Bis Januar 1936 durfte Furtwängler auf Befehl Hitlers nicht mehr dirigieren. Dann boten ihm Hitler und Goebbels teure Geschenke an. Furtwängler lehnte sie ab. Hitler gegenüber war er keineswegs derart bestechlich wie es etwa Paul von Hindenburg war, dessen Bereitschaft zur Ernennung Hitlers zum Reichskanzler mit seinem hoch verschuldeten ostpreußischen Gut Neudeck "erkauft" werden konnte von den Nationalsozialisten (siehe andere Beiträge hier auf dem Blog).

"Herr Reichskanzler, im Konzentrationslager wäre ich wenigstens in guter Gesellschaft"

In Bayreuth kam es erneut zu einem Gespräch zwischen Hitler und Furtwängler. Ein Mitglied der Familie Wagner - Friedelind Wagner (1918-1991) (Wiki, engl) - erlebte es persönlich mit und berichtete darüber (in Rückübersetzung) (zit. n. Wiki): 

Ich erinnere mich, daß sich Hitler an Furtwängler wandte und ihm sagte, daß er sich dazu durchringen solle, sich für Propagandazwecke der Partei benutzen zu lassen, und ich erinnere mich, daß Furtwängler das kategorisch ablehnte. Hitler wurde wütend und sagte Furtwängler, daß für diesen Fall ein Konzentrationslager für ihn bereit stünde. Furtwängler antwortete leise: "In diesem Fall, Herr Reichskanzler, wäre ich wenigstens in guter Gesellschaft." Hitler konnte noch nicht einmal antworten und verließ den Raum. 
(Rückübersetzung von: I remember Hitler turning to Furtwängler and telling him that he would now have to allow himself to be used by the party for propaganda purposes, and I remember that Furtwängler refused categorically. Hitler flew into a fury and told Furtwängler that in that case there would be a concentration camp ready for him. Furtwängler quietly replied: "In that case, Herr Reichskanzler, at least I will be in very good company." Hitler couldn't even answer, and vanished from the room.)

Was für Worte, die da einem Diktator gelassen ins Angesicht gesagt wurden, was für Worte. Furtwängler brachte Hitler dieselbe Haltung entgegen wie zu gleicher Zeit - unter anderem - das Ehepaar Erich und Mathilde Ludendorff oder der Schriftsteller Hans Grimm, denen Hitler oder Goebbels ja auch verschiedentlich mit KZ und Ermordung drohten. 

Vieles davon wurde damals in der großen Öffentlichkeit ja gar nicht bekannt. Und zumindest der große italienische Dirigenten-Kollege Furtwänglers, Toscanini, freute sich gar nicht über Furtwängler. Er kritisierte auf den Salzburger Festspielen desselben Jahres Furtwängler dafür, daß er überhaupt für das Dritte Reich arbeiten würde. Furtwängler versuchte, sich durchgehend an den Grundsatz zu halten, daß er Politik und Kunst voneinander streng trennte. Nur bei ganz wenigen Gelegenheiten gelang es den Nationalsozialisten, ihn zu übertölpeln oder mehr oder weniger zu erpressen, diesen Grundsatz nicht einzuhalten. Furtwängler jedenfalls war klar wie selten jemand dem deutschen Widerstand gegen Hitler und gegen den Nationalsozialismus zuzurechnen.



Abb. 5: Furtwängler und der Bühnenbildner Emil Preetorius (Wiki) in Bayreuth 1937

Furtwängler kritisierte in einem Brief an Winifred Wagner, den er zugleich an Hitler, Göring und Goebbels schickte, daß sie das Erbe Richard Wagners verraten würde, indem sie rassische und nicht künstlerische Maßstäbe bei der Wahl der Künstler anwende, und indem sie ihr "Vertrauen in die Macht des autoritären Staates" setze.

Furtwängler hatte in seiner Jugend von einem Schüler seines Vaters zeitweise Klavierunterricht erhalten. Es war dies der Archäologen, Kunsthistoriker und Musikwissenschaftler Walter Riezler (1878-1965) (Wiki). Er war damals auch der Hauslehrer in der Familie von Hildebrand. 1933 hat Riezler - als Befürworter der modernen Kunst - seine Stellung als Museumsleiter in Stettin verloren, ebenso wie die von ihm heraus gegebene Kunstzeitschrift "Form". 1936 veröffentlichte Riezler aus seiner Zurückgezogenheit heraus ein Beethoven-Buch. Furtwängler schrieb dafür das Vorwort. 1938 erschien das Buch auch in den USA (35).

Gleich nach dem Anschluß Österreichs im März 1938 sah Furtwängler eine Hakenkreuzfahne in dem Wiener Konzertsaal, in dem er dirigieren sollte. Er ließ sie abhängen, bevor er anfing zu dirigieren.

1939 nahm er den Orden der Ehrenlegion der französischen Regierung an. Das wurde in Deutschland als Affront empfunden. In der deutschen Presse durfte darüber nicht berichtet werden.

Nach Beginn des Krieges weigerte sich Furtwängler, in von Deutschland besetzten Gebieten - insbesondere in dem von ihm sehr geliebten Frankreich - zu konzertieren. Nur bei einem Konzert in Prag machte er eine Ausnahme. Und dort spielte er den Nationalkomponisten der Tschechen: Smetana.

Aber was für eine Verhetzung, was für eine Polarisierung in den Völkern Europas angerichtet worden war dadurch, daß Diesseits-Religionen wie der Nationalsozialismus oder zuvor schon der Kommunismus in großen Staaten an die Macht gebracht worden waren.

Katharina von Kardorff-Oheimb und ihr politischer Salon

Aber nun noch einmal ein Blick in das Privatleben Furtwänglers in dieser Zeit. Zwischen 1936 und 1940 war Wilhelm Furtwängler - unter anderem - mit Maria Daelen liiert, einer Ärztin, die vorher schon mit vielen anderen Männern liiert war. Sie stammte aus der ersten Ehe ihrer Mutter Katharina von Kardorff-Oheimb (1879-1962) (Wiki). Letztere war eine privat, frauenrechtlich und politisch umtriebige Frau gewesen. Sie galt zeitweise - Mitte der 1920er Jahre - als politische Beraterin des deutschen Reichskanzlers Gustav Stresemann (Wiki). Sie war in ihrem Leben mit vier Ehemännern verheiratet und hatte sechs Kinder bekommen.

Ihr bekannter und einflußreicher liberaler politischer Salon in Berlin wurde - beispielsweise - 1930 in einem Gedicht von Kurt Tucholsky verspottet. Der Tenor des Gedichtes lautete: Sie könne noch so geziert-betulich-geistreich fortschrittlich sein in ihrem Salon, die roten Arbeiterbataillone seien "schneller" als sie und würden über sie und ihr Wirken hinweg gehen. Wie nebenbei wirft dieses Gedicht dann auch ein Licht auf die Frage, warum so viele Deutsche damals die NSDAP gewählt haben. Wenn Völker so polarisiert werden wie das im 20. Jahrhundert der Fall war - wie viel Unglück muß daraus folgen? Wie schwer muß es dann sein für die einzelnen Menschen, eine wahrhaftige, menschliche innere Linie beizubehalten?

Über die Tochter dieser Katharina von Kardorff-Oheimb, Maria Daelen, lernte Furtwängler auch deren jüngere Halbschwester kennen, die damalige Frau Elisabeth Ackermann. Letztere war aus der zweiten Ehe der gemeinsamen Mutter hervorgegangen. Im Juni 1940 war diese Elisabeth Ackermann mit vier Kindern Kriegerwitwe geworden, nachdem ihr erster Mann als Soldat in Paris beim Hantieren mit Schußwaffen tödlich verunglückt war. Viele Details über ihr Leben hat diese nachmalige Elisabeth Furtwängler (1910-2013) (Wiki) erst 2007 in einem Buch veröffentlicht, über das es im Klappentext heißt (Amaz, 2007):

Mit vier Kindern und im Alter von 30 Jahren wird sie Kriegerwitwe und lernt 1940 den 25 Jahre älteren Dirigenten kennen. Er ist mit Maria, ihrer Lieblingsschwester liiert. Daß er sich für Elisabeth entscheidet, ist der Ausgangspunkt tiefgreifendster Konflikte. Davon zeugen die etwa 500 Briefe, von denen in diesem Buch zum ersten Mal eine prägnante Auswahl abgedruckt wird. Die Dokumente zeigen ganz neue Facetten des Musikgenies Furtwängler und geben einen tiefen Einblick in das Innenleben seiner ihm ergebenen und doch selbstbewußten Ehefrau.

In dieses Buch also muß unbedingt noch ein Blick geworfen werden, wenn ein vollständiges Bild von Person und Wirken von Wilhelm Furtwängler gewonnen werden soll. Im Sommer 1941 schickt Wilhelm Furtwängler Elisabeth Ackermann sein Porträt mit Widmung und zeigt ihr sein Haus in Potsdam. Seinen Annäherungsversuch, der heute wohl als "sexuelle Belästigung" eingeordnet würde, weist sie mit einem kräftigen Rippenstoß zurück. 

1940 - Furtwängler wird Schwiegersohn von Katharina von Kardorff-Oheimb

Aber am 1. Januar 1942 fahren die beiden Schwestern nach Wien, um Furtwängler zu treffen. Und dort verliebt sich Elisabeth nun doch in Furtwängler. Das charakterisiert sie im Interview sehr schön. Es sei gewesen, wie wenn Amor seine Pfeile versendet und dabei ganz "Unschuldige" träfe. Was für eine irre Zeit. Und was für irre Leute. Nun durfte sie Furtwängler küssen. Und am Abend danach war sie damit "zufrieden". Es begann nun ein intensiver Briefwechsel zwischen Furtwängler und Elisabeth Ackermann. Im Juni 1942 sahen sich beide in Heidelberg wieder, wo Katharina von Kardorff-Oheimb lebte. Furtwängler sprach ihr gegenüber gleich von Ehe. Elisabeth sagte im Interview noch lange nach seinem Tod dazu:

Ehe - der Furtwängler, ausgerechnet er, mit diesem - ich meine, wie soll ich sagen - "Damenwald" hinter ihm!

Irre Leute. Doch diese Ehe wurde geschlossen, in aller Heimlichkeit. Das "Ja!" habe Furtwängler sehr laut heraus gerufen auf dem Standesamt.


Abb. 6: Wilhelm Furtwängler (1944?)

Zurück zur Politik. Zu dieser können im vorliegenden Beitrag natürlich nicht alle Zusammenhänge vollständig dargestellt werden.

1944 - "Große Hochachtung bringt der Führer Furtwängler entgegen"

Am 4. März 1944 schreibt der Herr Joseph Goebbels in sein Tagebuch:

Große Hochachtung bringt der Führer Furtwängler entgegen. Er hat sich in nationalen Fragen tadellos benommen; das werden wir ihm nach dem Kriege nicht vergessen. Der Führer hat angeordnet, daß ihm ein Bunker gebaut ...

Dieser Bunker ist tatsächlich in das Wohnhaus von Furtwängler in Berlin gebaut worden. Furtwängler weigerte sich aber, ihn zu nutzen. Auch weiterhin ließ er sich nicht "Geschenke" geben. Goebbels weiter in seinem Tagebuch:

Er ist nie Nationalsozialist gewesen, hat auch nie ein Hehl daraus gemacht.

Dieser Umstand hätte nun, so Goebbels, Juden und Emigranten ausgereicht, um ihn als einen der ihren zu erachten, als eine Schlüsselfigur der sogenannten "inneren Emigration". Furtwänglers Haltung gegenüber ihnen, den Nationalsozialisten, hätte sich nie geändert. Er sei eine "Persönlichkeit aus einem Guß", auch sei er im Bombenkrieg nicht aus Berlin "ausgerissen wie viele andere sogenannte Künstler". Sondern er habe sich voll in den Dienst seines Berliner Publikums gestellt. Englisch (zit. n. Wiki):

"Furtwängler has never been a National Socialist. Nor has he ever made any bones about it. Which Jews and emigrants thought was sufficient to consider him as one of them, a key representative of so-called 'inner emigration'. Furtwängler['s] stance towards us has not changed in the least ...."

Was von einem solchen "Lob" eines Joseph Goebbels zu halten ist - nach der einen oder anderen Richtung hin - das ist ja allgemein bekannt. Wie hatte das der Justizminister Gürtler charakterisiert in anderen Zusammenhängen? Goebbels brächte es fertig, noch aus der hell leuchtendsten Wahrheit ein Lüge zu machen ...

1946 - Hätte Furtwängler im "Deutschland Himmlers" nicht Beethoven dirigieren dürfen?

Ein Mann nun wie Wilhelm Furtwängler mußte "entnazifiziert" werden. Das glaubt man kaum. Ob daran wohl erkennbar ist, daß es im Zweiten Weltkrieg um die Erhaltung von Kultur gegangen sei? Nichts ist für die sogenannte "Entnazifizierung" kennzeichnender wie dieser Umstand. Der zum Deutschenhasser und "Antideutschen" gewandelte deutsche Schriftsteller Thomas Mann, der schließlich sogar Kriegsverbrechen wie die Zerstörung seiner Heimatstadt Lübeck schön zu reden in der Lage war, schrieb - wie konnte es wohl anders sein - eine Schrift gegen Wilhelm Furtwängler, den auch er selbst bis 1933 verehrt hatte. Was "Zeitgeist" und "Emotionen" und das Gefühl, "auf der richtigen Seite zu stehen", aus Menschen machen können. Am 6. August 1946 hatte ein "Deutscher Prüfungsausschuß" festgestellt:

Der Deutsche Prüfungsausschuß ist der Ansicht, daß Herrn Dr. Wilhelm Furtwängler das Dirigieren gestattet werden kann. Der Ausschuß ist nicht der Ansicht, daß Herrn Dr. Furtwängler zur Zeit eine direktorale Tätigkeit übertragen werden sollte.
Die Begründung dafür lautete unter anderem:
Belastend für Herrn Dr. Furtwängler ist, daß er den Widerstand, den er anfangs gegen die kulturpolitischen Forderungen des Dritten Reiches leistete, 1935 aufgab und von diesem Zeitpunkt ab - zumindest für die deutsche Öffentlichkeit - mit dem Gewicht seiner künstlerischen Bedeutung den kulturellen Interessen des Dritten Reiches diente. Diesem Verhalten stand keine antifaschistische Aktion von Bedeutung gegenüber.

Wie beckmesserisch eine solche Beurteilung ist. Furtwängler hatte nicht den kulturellen Interessen des Dritten Reiches gedient, sondern den kulturellen Interessen Deutschlands. Aber das konnten Leute wie Thomas Mann und Menschen seines Geistes damals nicht mehr auseinander halten. Auf eigene Veranlassung beantragte Furtwängler schließlich einen Entnazifizierungsprozeß gegen sich. Am 10. Dezember 1946 fand das Vorgespräch dazu statt, die Verhandlung am 11. und 17. Dezember 1946. Gegen die Kritik von Thomas Mann sagte Furtwängler darin (zit. n. Kanzog 2013):

Meint Thomas Mann wirklich, daß man im Deutschland Himmlers nicht Beethoven musizieren durfte? Konnte er sich nicht denken, daß niemals Menschen es nötiger hatten, es inniger und schmerzlicher ersehnten, Beethoven und seine Botschaft der Freiheit und Menschenliebe zu hören, zu erleben, als gerade die Deutschen, die unter dem Terror Himmlers leben mußten? Ich konnte Deutschland in seiner tiefsten Not nicht verlassen!

Erst in letzter Zeit findet mehr Berücksichtigung, daß Furtwängler in Deutschland den Unterhalt zu zahlen hatte für fünf Kinder, daß diese Kinder unter seinem Schutz standen, ebenso deren Mütter. Es gibt da viele Umstände zu berücksichtigen. An dieser Stelle kann darüber auch gar kein abschließendes Urteil gefällt werden. Am 1. Juli 1947 - nachdem er als "Minderbelasteter" eingestuft worden war von der Entnazifierungsbehörde - hat Furtwängler einen persönlichen Brief an Thomas Mann geschrieben und hat ihn um eine Aussprache gebeten. In der Antwort darauf zeigte sich Thomas Mann unversöhnlich. Er sagte Furtwängler das gewünschte Treffen ab. Einen zweiten Brief Furtwänglers beantwortete Mann gar nicht mehr. Seinem Tagebuch vertraute er dazu die Bemerkung an: "Neues, langes Schreiben von Furtwängler, töricht."



Abb. 7: Sonderbarerweise rücken einem auch nur "irgendwie" kolorierte Aufnahmen
Menschen aus der Zeit der Schwarz-Weiß-Fotografie viel näher

Ein Klima des Hasses und der Unversöhnlichkeit. Zwischen zwei erklärten Gegnern des Nationalsozialismus. Wieviel Haß die Politik in die Welt bringen kann, selbst auf dem Gebiet des Kulturlebens.

1951 - "Das Größte und das Wesentlichste an der Zauberflöte ist der Adel der Natur"

Eine Tonaufnahme ist überliefert, in der Wilhelm Furtwängler 1951 Fragen von Musikstudenten an der Hochschule für Musik in Berlin beantwortet (2). Manche schöne Äußerung kann man hier von ihm hören. Auch hört man hier sein berühmtes "Zögern" heraus, und wie er noch während des Sprechens um Ausdruck ringt. Über die Auswahl von Sängerinnen sagt er bei diesem Anlaß etwa die schönen Worte (2):

Ich weiß aus Erfahrung soundso viele Fälle, wo Sängerinnen, die ich für technisch ziemlich mäßig hielt, viel mehr gewirkt haben als andere, die technisch absolut fabelhaft waren.

Sofort spürt man: Diese Worte treffen den Nagel auf den Kopf. Was hilft alle Vollkommenheit in der technischen Beherrschung einer Sache, wenn eine einzige Sache fehlt: die Seele? Oder wenn die Fähigkeit fehlt, Seele wirksam nach außen mitzuteilen. Es wird gesprochen über die Natur der Mozart-Oper "Die Zauberflöte" und wie man sie aufführen solle (1951; 9'20):

Sie meinen also, ob man's (aufführen solle) als Märchen, ob man's als Weihefestspiel oder ob man's als Singspiel oder als Operette (aufführen solle)? [Heiterkeit im Publikum] Ja, ... das liegt an der Zauberflöte. Das ist ein einzigartiges Werk in dieser Beziehung. (...) Das Genre der Zauberflöte ist eigentlich auch nicht zu definieren als solches. (...) Es ist zum Teil eine Freimaurer-Oper (...), zum Teil ist es zu einem Vorgänger der späteren Operette [geworden - durch die nachmalige Entwicklung] ... - allerdings in einer ganz hohen Weise, nicht wahr. Es ist der Versuch, wie soll man sagen, absolut gemeinverständlich, bis zum äußersten gemeinverständlich zu sein, ohne irgendetwas von den hohen, den höchsten Ambitionen auf zu geben, die Mozart in sich trug. Und das ist das Einzigartige daran. Und es ist ganz falsch, es ist meiner Meinung nach ein falscher Intellektualismus, sozusagen, wenn man das nun restringieren will auf irgend etwas. Wenn man also nur das Märchen sieht oder wenn man es als große Schau-Oper macht oder nur als Weihe-Festspiel. Man muß eben verstehen, daß da die ganze Natur drin ist. ... Hier ist eine Idee, daß grade keine Idee (da) ist, sondern etwas viel Größeres. Darin liegt das ganz Einzigartige dieses Werkes. ... Die Zauberflöte ist das reifste und das unbegreiflichste Werk der ganzen Weltliteratur.
Und er sagt (2; Min. 13'09):
Das Größte und das Wesentlichste an der Zauberflöte ist der Adel der Natur, der aus allem, jeder musikalischen Bildung spricht. Und dieser Adel, das ist Eigentum von Mozart. Das heißt also, nicht nur des Menschen Mozart, man kann auch sagen, des ganzen Menschentums, was hinter ihm steht, das ist ganz Europa in gewissem Sinne. Aber nicht nur die Epoche, sondern ein ganz- .... Und dieses Menschentum ist eigentlich das Wesentliche. (...) Warm, schlicht, einfach und edel. (...) Diese Art von hoher Naivität. Das ist so schwer, weil wir heute im allgemeinen unsere Naivität verloren haben und sie wieder suchen.

Als Wilhelm Furtwängler starb, stand sofort als ein Nachfolger allerorten Herbert von Karajan bereit. Soweit man sieht, ist er allseits als würdiger Nachfolger Furtwänglers empfunden worden. Über ihn soll ebenfalls noch ein Beitrag erscheinen, so daß die größte Zeit des 20. Jahrhunderts abgedeckt wäre: Die "Ära Furtwängler" (1922-1954) und die "Ära Karajan" (1955-1989), jene Epocheneinteilung des 20. Jahrhunderts, die vermutlich die einzig erinnerungswürdige ist.

Karajan jedoch lebte und erlebte nicht den erschütternden Zwiespalt, den Furtwängler noch kurz vor seinem Tod mit 68 Jahren erlebte, nämlich indem er zeitlebens glaubte, in seinem Leben - eigentlich - versagt zu haben. Noch während seiner letzten Krankheit schrieb Furtwängler in einem Brief (zit. n. 3; 1'21'00)(eigene Rückübersetzung aus dem Englischen):

Die Arbeit eines Dirigenten ist am Abend nach dem Konzert vorbei. Deshalb ist das Dirigieren eine Tätigkeit, die auf (verwehendem) Klang beruht. Im Angesicht der Nachwelt ist eine vollendete Komposition mehr wert als ein ganzes Leben als Dirigent. Deshalb erscheint mir Komponieren als die dringlichere Aufgabe. Unglücklicherweise verführten mich die Umstände der Welt und ich widmete dieser Aufgabe zu wenig Zeit. Heute hat mich meine schwere Krankheit an mein Versäumnis erinnert.

Welches wohl die Antwort sein kann auf dieses fast letzte Lebenszeugnis Furtwänglers?

___________________
*) Der Autor dieser Zeilen möchte nicht verschweigen, daß ihn die Fotografie von Bertele, insbesondere Abbildung 2, nicht wenig an seine eigene erste große Liebe erinnert, wobei auch bei dieser eine Begabung im Bereich der Musik, ja, des Komponierens vorlag. Und er möchte aus eigener Erfahrung sagen, daß so etwas das eigene, weitere Leben sehr deutlich prägen kann, sowohl was den Anspruch an das Leben betrifft, das Wissen um die Möglichkeiten schöpferischer Kräfte der Seele - als auch ihrer Gefährdungen.

_____________________
Korrigiert und ergänzt nach Auskünften 
von W. Schütz, Stadtmuseum Weil der Stadt:
9.8.2019;
/ Stilistisch leicht überarbeitet: 2.2.21 /

_____________________________________________________
  1. Kaiser, Joachim: Warum gilt Furtwängler als größter Dirigent aller Zeiten? Kaisers Klassik-Kunde, Folge 11. In: Süddeutsche Zeitung, 27. Juli 2009, http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/30009/kaisers-klassik-blog, https://youtu.be/TTLm8EsC2KU
  2. Werner Egk und seine Studenten befragen Wilhelm Furtwängler. Aufgenommen am 27. Februar 1951 in der Hochschule für Musik in Berlin), https://youtu.be/adHEtPF4sy8
  3. Wilhelm Furtwängler 1886-1954. A commemorative programme on the tenth anniversary of his death. Transmitted by the BBC Third Programme on Monday 30th November 1964, Compiled and introduced by Christopher Nupen, Produced by Christopher Sykes, 1 Std., 20 Min., https://youtu.be/9NTO1VItLmE
  4. Furtwängler Dokumentation - Wilhelm Furtwängler Interviews und Biographie. 1 Stunde. Auf Englisch. o. J., https://youtu.be/L2D_vGdwsUo
  5. Wright, Stephen: Pultstars unseres Jahrhunderts. 1. und 2. Teil. 1994https://www.youtube.com/watch?v=0VA_tvZYpPI
  6. Szábo, István: Taking Sides. Spielfilm, 2001https://youtu.be/V5fo4hEe1RQ
  7. Jan Schmidt-Garre: So war er. Maria Furtwängler blickte auf ihr Leben mit dem Dirigenten Wilhelm Furtwängler. Bayerischer Rundfunk, pars media 2004, https://youtu.be/TYtzewocufs?t=5m6s
  8. Furtwängler-Tochter Friederike Kunz erzählt von Wilhelm Furtwängler (Juli 2010). Youtube-Kanal "Music Film Art" von Ute Neumerkel, 2012, https://youtu.be/r8yxzMJSmGQ
  9. Friederike Kunz erzählt - Kostproben aus 2 DVDs Familiengeschichte. Ohne Datum, http://uteneumerkel.de/filme_Kunz_Kostproben.html
  10. Briefwechsel Furtwängler - Goebbels. Deutsche Allgemeine Zeitung, 11. April 1933; abgedruckt in Paul Meier Benneckenstein (Hg.): Dokumente der deutschen Politik, Band 1: Die Nationalsozialistische Revolution 1933, bearbeitet von Axel Friedrichs. Berlin, 1935, S. 255-58; http://germanhistorydocs.ghi-dc.org/pdf/deu/German84.pdf
  11. Geissmar, Berta: The Baton and the Jackboot: Recollections of Musical Life. London and Edinburgh: Morrison and Gibb ltd. 1944; Deutsche Übersetzungen: Musik im Schatten der Politik. Atlantis, Zürich, 1951; Taktstock und Schaftstiefel. Erinnerungen an Wilhelm Furtwängler. Vorwort und Anmerkungen von Fred K. Prieberg. Dittrich, Berlin 1996
  12. Riess, Curt: Furtwängler, Musik und Politik. Scherz, Bern 1953
  13. Höcker, Karla: Begegnung mit Furtwängler. Bertelsmann 1956; Wilhelm Furtwängler: Begegnungen und Gespräche. Rembrandt, 1961; Die nie vergessenen Klänge. Erinnerungen an Wilhelm Furtwängler. Arani, 1979, 1999
  14. Furtwängler, Wilhelm: Briefe. Mit vier Bildnissen und einem Handschrift-Faksimile. Hrsg. von Frank Thiess, F. A. Brockhaus, Wiesbaden 1965 (GB)
  15. Furtwängler, Elisabeth: Über Wilhelm Furtwängler. Brockhaus, Wiesbaden 1979; 4. Auflage, Atlantis-Musikbuch-Verlag, Zürich/Mainz 2006
  16. Prieberg, Fred K.: Kraftprobe. Wilhelm Furtwängler im Dritten Reich. Brockhaus, Wiesbaden 1986
  17. Schönzeler, Hans-Hubert: Furtwängler. Portland, Oregon: Timber Press 1990
  18. Kraus, Gottfried (Hg.): Ein Maß, das heute fehlt. Wilhelm Furtwängler im Echo der Nachwelt. 1991
  19. Shirakawa, Sam H.: The devil’s music master - the controversial life and career of Wilhelm Furtwängler. Oxford Univ. Press, New York 1992 (GB)
  20. Ardoin, John: The Furtwängler Record. Portland, Oregon: Amadeus Press 1994
  21. Schmidt-Garre, Jan: Furtwänglers Liebe, Filmessay. Auf DVD bei Arthaus
  22. Haffner, Herbert: Furtwängler. Parthas, Berlin 2003 (GB)
  23. Straub, Eberhard: Die Furtwänglers. Geschichte einer deutschen Familie. Siedler Verlag, München 2007 (In der Hauptsache handelt das Buch von Wilhelm Furtwängler)
  24. Lang, Klaus: Elisabeth Furtwängler - Mädchen mit 95 Jahren? Novum Publishing, 2007 (Amaz)
  25. Misha Aster: Das Reichsorchester. 2007
  26. Furtwängler, Wilhelm: Aufzeichnungen 1924-1954. Hrsg. v. Elisabeth Furtwängler und Günter Birkner. Schott Music, Mainz 2009‎ 
  27. Dietrich Fischer-Dieskau: Jupiter und ich. 2009
  28. Roncigli, Audrey: Le cas Furtwängler. Paris: Imago 2009
  29. Lang, Klaus: Wilhelm Furtwängler und seine Entnazifizierung. Shaker Media Verlag, Aachen 2012 (Rez.: Udo Badelt)
  30. Kanzog, Klaus: Offene Wunden. Wilhelm Furtwängler und Thomas Mann. Vortrag in der Furtwängler-Gesellschaft, Berlin, 12. Mai 2013 http://www.furtwaengler-gesellschaft.de/download/Kanzog_Vortrag1.pdf
  31. Wilhelm Furtwängler In Diskussion / Werkverzeichnis Wilhelm Furtwängler. Amadeus Verlag (Bernhard Päuler), Winterthur, Schweiz
  32. Götz Teutsch: Wilhelm Furtwängler in den Fängen der Nazis. Der philharmonische Salon, 6. und 13. Mai 2018https://www.berliner-philharmoniker.de/konzerte/kalender/details/51195/
  33. Pollems, Katrin: “Ganz München ist eben so mit Künstlertum durchtränkt…” - Walter Braunfels: Kindheit und Jugend. o.J. [nach 1980], http://www.walter-braunfels.de/wb-html/deutsch/kindheitjugend
  34. Walter Braunfels (1882-1954). Eine Ausstellung der Walter-Braunfels-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper Berlin. http://www.walter-braunfels.de/wb-html/wp-content/uploads/2015/05/broschuere-Walter-Braunfels-ger3.pdf
  35. Rietzler, Walter: Beethoven. Atlantis, Berlin 1936; E.P. Dutton, New York 1938 (mit einem Vorwort von Wilhelm Furtwängler) (Archiv)

5 Kommentare:

Edwin Kunz hat gesagt…

Furtwängler hatte zwei Söhne: Wilhelm, sein erstes Kind und Andreas, sein letztes Kind

Ingo Bading hat gesagt…

Vielen Dank für den Hinweis, ich habe die Angaben so in den Text eingearbeitet und den zweiten Sohn ergänzt.

Ingo Bading hat gesagt…

Danke nochmals für Ihren Kommentar. Dann darf ich ja vermuten, daß Sie ein Enkelsohn Wilhelm Furtwänglers sind.

Lars Benedikt Røssell hat gesagt…

Die Antwort lautet dass es viele gute Komponisten gibt, aber nur einen Furtwängler. Ich kenne bis heute keinen Dirigenten der solche Fähigkeiten besaß. Die Auswirkung auf die Menschheit kann nicht gemessen werden, Menschlichkeit kann eben nicht auf eine Formel gebracht werden.
Ich weiss nicht wo der Telegraph seine Auskünfte bekam, womöglich gab es eine Verbindung zur Elisabeth? Elisabeth hat gut Bescheid gewusst über die Kinder Furtwänglers. Der Telegraph schreibt dass er 14 Kinder gekriegt hat.
Letztlich möchte ich mich vielmals bedanken für diesen text. Ich kann nur zustimmen in Allem. Ganz wunderbar! Danke.
https://www.telegraph.co.uk/news/obituaries/9925414/Elisabeth-Furtwangler.html

Ingo Bading hat gesagt…

Vielen Dank!

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